Festakt zu 50 Jahre Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt
Rastatt/Bühl (ar). Über 4.000 ehrenamtliche Stunden mit Kindern und Jugendlichen, rund 9.000 Stunden für Aus- und Fortbildungen sowie Vorbereitung der Jugendarbeit – Zahlen, die für sich sprechen und die von den 20 Jugendwarten sowie 196 stellvertretenden Jugendwarten, Jugendleitern und Betreuern für die Jugendlichen in den Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt im vergangenen Jahr erbracht wurden. Die Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt, gegründet von mutigen und engagierten Männern vor fünf Jahrzehnten, feierten am Sonntagmorgen mit einem Festakt in der Reithalle Rastatt ihr 50-jähriges Jubiläum.
Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Rieger versprach den zahlreichen Gästen, unter ihnen viele Vertreter aus der Politik und den Gemeindefeuerwehren des Landkreises Rastatt, einen etwas anderen Festakt – ganz im Sinne der Jugendlichen. Musikalisch begrüßt wurden die Gäste von Mathias und Oliver Weber aus Bad Rotenfels mit Gitarrenstücken.
„Es war vorausschauend, dass man im Landkreis Rastatt schon vor 50 Jahren die Initiative ergriff, eine Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen, obwohl das Thema des demographischen Wandels noch lange nicht den heutigen Stellenwert hatte“, bemerkte Rieger. Rund 2.200 aktive Feuerwehrmänner- und –frauen im Landkreis Rastatt hätten vor ihrer Übernahme in die aktive Wehr ihre ersten feuerwehrtechnischen Ausbildungen in den Jugendfeuerwehren absolviert. Mit Herz und Hand verfolgten die Jugendwarte und Jugendbetreuer das Ziel, Nachwuchs für die aktiven Gemeindefeuerwehren auszubilden, aber auch die Kinder und Jugendlichen zu Persönlichkeiten heranzubilden, die uneigennützig Dienst für die Allgemeinheit leisten.
738 Jugendliche zählte die Kreisjugendfeuerwehr Ende vergangenen Jahres, wobei in den vergangenen fünf Jahren wieder ein leichter Anstieg festzustellen sei. Ein Siebtel der Mitglieder seien Mädchen. In den zwischenzeitlich im Landkreis Rastatt gegründeten acht Bambinigruppen werden 106 Kinder betreut. In die aktiven Wehren konnten im vergangenen Jahr 93 Jugendfeuerwehrmitglieder übernommen werden. Neben den verschiedenen feuerwehrtechnischen Ausbildungen waren die Jugendlichen aktiv bei Wald- und Wiesenputzeten, bei Kinderferienprogrammen und zahlreichen Veranstaltungen in ihren Gemeinden.
In einer Podiumsrunde, die Nico Mast von der Landesjugendfeuerwehr Baden-Württemberg mit Landrat Jürgen Bäuerle, dem Rastatter Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch, dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Mirko Lipinski, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Dieter Spannagel, dem ersten Kreisjugendfeuerwehrwart Hans-Martin Gäng und dem Kreisjugendfeuerwehr-Jugendsprecher Tino Meier führte, äußerten sich die Beteiligten lobend über die Arbeit der Jugendfeuerwehren des Landkreises Rastatt. Einig waren sich alle: weiter mit Herzblut an der Nachwuchsförderung zu bleiben, das Thema Kinderfeuerwehr voranzutreiben und junge Menschen für das Feuerwehrwesen zu begeistern. Dazu gehörten, wie Pütsch bemerkte, auch eine gute Ausstattung der Gemeindewehren und der Erhalt von Abteilungswehren.
Die Ehrennadel in Gold der Kreisjugendfeuerwehr überreichte Rieger an Matthias Stiefel, seit 1995 Jugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehr Iffezheim und seit 1998 in der Kreisjugendleitung aktiv.
