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Februar

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04

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Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden führt Notfall-Übung durch

Dichte schwarze Rauchwolken zogen am Samstagnachmittag über dem Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden auf. Unter ihnen ließen sich die Blaulichter von rund 50 Feuerwehr- und Rettungswagen erkennen. Es war zu einem Notfall gekommen, der rund 250 Einsatzkräfte aus der gesamten Region zusammenrief. Glücklicherweise war es keine Realität sondern die alle zwei Jahre per Gesetz durchzuführende Notfall-Übung nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, die von Mitarbeitern des Baden Airpark Flughafens mehrere Monate lang vorbereitet worden war.

ICAO-Übung

Notfallübung am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

„Wir haben Probleme mit dem Hydrauliksystem“, meldete ein Luftfahrzeug mit 26 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern an Bord, das sich im Überflug von Münster nach Mallorca im Luftraum über dem Baden Airpark befand und nun ein „Holding“ anforderte. So die erste Übungsannahme, die am Tower Bereitstellungsalarm auslöste und über die Leitstelle in Rastatt auch die Feuerwehren aus Rheinmünster und Hügelsheim sowie die DRK-Bereitschaft aus den Kreisverbänden Rastatt und Bühl/Achern anforderte.

Keine 20 Minuten später, nachdem sich die Rettungskräfte im Bereitstellungsraum versammelt und erste Koordinierungen vorgenommen hatten, musste das Flugzeug notlanden. Es bricht bei der Landung jedoch nach rechts in die Grünfläche aus, schlittert über die Start- und Landebahn und reißt mit einem Hauptfahrwerk ein bei Wartungsarbeiten am Brandbecken befindliches Fahrzeug mit.

Kein leichtes Unterfangen für die zahlreichen Einsatzkräfte, die nun die Fluggäste aus dem Flugzeug retten und versorgen, das entstandene Feuer im Brandbecken löschen, den im Fahrzeug eingeklemmten Fahrer befreien und die Leckage am Flugzeug in den Griff bekommen mussten. Moderiert wurde die Notfallübung von Andreas Rudlof, Leiter der Flughafenfeuerwehr Stuttgart, der bemerkte, die Flughafenfeuerwehr des Baden Airpark sowie die Rettungskräfte von außen hätten bewiesen, dass sie derartige Szenarien in den Griff bekommen. Die technische Einsatzleitung hatte Albin Koch, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rheinmünster als zuständige Gemeinde. Tamino Trübenbach aus Bühl hatte als leitender Notarzt die Einsatzleitung für die rund 100 DRK-Rettungskräfte. Flughafenbereichsleiter Markus Mußler, der auch für die Organisation und den Verwaltungsstab verantwortlich zeichnete, bemerkte, eine solche Notfallübung sei notwendig, um die Notfallpläne sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte zu proben und zu überprüfen. Gezogene Erkenntnisse, die Anfang Oktober nochmals nachbearbeitet werden, sollen in weitere Notfallplanungen eingebaut werden.

Kreisbrandmeister Manfred Tremmel, der wie zahlreiche weitere Vertreter benachbarter Feuerwehrkreisverbände, der Polizei, des DRK sowie der Notfallseelsorge und Notfallkrisenteam die Übung mit Argusaugen überwachte, bemerkte, im Realfall würde ein solches Ereignis wahrscheinlich anders aussehen. Gute Arbeit hätten die Hilfsorganisationen bewiesen, wenn es auch auf Führungsebene noch Verbesserungen gebe. Alle gemeinsam hätten jedoch mit der Übung ein Stück Sicherheit für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden sowie auch für die Bevölkerung bewiesen. Trübenbach appellierte an alle Verantwortlichen, solche Notfallübungen deutlich realitätsnaher durchzuführen, um mehr Lerngewinn zu haben.