Hauptversammlung des KFV in Gaggenau
Gaggenau/Bühl (ar). Der Kreisfeuerwehrverband Rastatt, in dem sich 4.429 Frauen und Männer der Gemeinde-. Jugend- und Werkfeuerwehren sowie der Altersmannschaften engagieren, blickte in seiner Verbandsversammlung am Dienstagabend in der Jahnhalle Gaggenau auf ein arbeitsreiches Jahr zurück, in dem er viel bewegt hat. Dennoch richtete Verbandsvorsitzender Mirko Lipinski an alle politischen Verantwortlichen die Bitte, das Juwel Feuerwehr zu erhalten und weiter gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten.
2.367 aktive Feuerwehrangehörige setzen sich rund um die Uhr im Landkreis Rastatt für die Sicherheit ihrer Mitbürger ein. Die Herausforderung der Zukunft sei jedoch die Tagesverfügbarkeit, denn mehr denn je müsste den Gegebenheiten am Arbeitsplatz entsprochen werden, betonte Lipinski, der kritische Worte zum neuen, im November vergangenen Jahres in Kraft getretenen Feuerwehrgesetz äußerte. Es seien durchaus gute Änderungen vorgenommen worden, jedoch hätte er sich gewünscht, dass auch Feuerwehr-Bedarfspläne als Grundlage für die Landkreise, Rahmenvorgaben zu einheitlichen Kostensatzungen und Vorgaben für die Tagesverfügbarkeit eingestellt worden wären. „Hier sollte der öffentliche Dienst mit gutem Beispiel vorangehen und zum Beispiel die Bauhöfe den Feuerwehren zuordnen, die bei Kleineinsätzen wie Ölspuren oder brennende Mülleimer die Feuerwehren am Tage entlasten könnten“, bemerkte Lipinski.
Einmalig in Deutschland konnte der Kreisfeuerwehrverband im vergangenen Jahr das BGV-Brandschutzmobil realisieren, das in über 1.000 ehrenamtlichen Arbeitsstunden zu einem erlebbaren mobilen Rauschhaus ausgestattet wurde. Einen besonderen Dank richtete Lipinski an Hans Riemer von der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt, auf dessen Initiative das Mobil umgesetzt wurde. Weiterer Höhepunkt im vergangenen Jahr war der nach 30 Jahren erstmals wieder organisierte Kreisfeuerwehrtag, der im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Bühl durchgeführt wurde.
Positive Berichte überbrachten Alfons Winter, Kreisobmann der Alterskameraden, Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Rieger sowie Kassier Albin Koch. Am Dienstag, 4. Mai, lädt der Kreisfeuerwehrverband um 18.30 Uhr zu seinem jährlich stattfindenden Floriansgottesdienst in die St. Marien-Kirche nach Gaggenau ein.
Das Feuerwehrwesen im Landkreis Rastatt funktioniere hervorragend, die Feuerwehren seien gut ausgebildet und ausgestattet, bemerkte Landrat Jürgen Bäuerle. Der Kreisfeuerwehrverband sei ein hervorragender und erfolgreich arbeitender Interessenvertreter für die Landkreisfeuerwehren. Positiv äußerte sich Bäuerle über die im vergangenen Jahr eingeweihte integrierte Leitstelle, in der Feuerwehr und der DRK-Kreisverband gut zusammenarbeiteten und die seit ihrem Bestehen mehr als 200.000 eingehende Anrufe verzeichnen konnte. Rund 1.800 Alarmierungen hätten den klassischen Feuerwehrbereich betroffen.
Ein großes Kompliment erteilte Dr. Frank Knödler, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg, an seine Kollegen im Landkreis Rastatt. Das Konzept des Brandschutzmobils, das das Thema Brandschutz plastisch der Öffentlichkeit vorstelle, nehme er gerne nach Württemberg mit.
„In der Vorstandschaft des Kreisfeuerwehrverbandes Rastatt wird eine gute Arbeit gemacht“, lobte Dieter Spannagel, Stadtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gaggenau, der der Versammlung die Entlastung vorschlug. Grußworte überbrachten Hausherr Oberbürgermeister Christoph Florus und Gerd Kicherer von der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden.
