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03

Termine

 

20. 03. (um 19:00 Uhr)
Sitzung des KFA/ Dienstbesprechung Kommandanten

17. 04. (um 19:30 Uhr)
Hauptversammlung des KFV Rastatt

04. 05.
Floriansgottensdienst

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Jugendfeuerwehren im Landkreis feiern 50. Jubiläum

Rastatt/Bühl (ar). Ohne die Jugendfeuerwehren wäre es um die Freiwilligen Feuerwehren im Land schlecht bestellt. Sie werden gebraucht, um die Freiwilligkeit innerhalb der Feuerwehren und den Nachwuchs zu sichern. Die 21 Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt, in denen aktuell 729 Jungen und Mädchen aktiv sind, feiern in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag mit einem Festakt am Sonntag, 5. Juni, um 9.30 Uhr in der Reithalle Rastatt.

50 Jahre Kreisjugendfeuerwehr - Verbandsversammlung und Festakt 2011

Ganz unter dem Motto des Landesverbandes der Jugendfeuerwehr Baden-Württemberg „cool bleiben, wenn’s brenzlig wird“ begeistern sich die Jugendlichen für eine der wichtigsten ehrenamtlichen Aufgaben im Landkreis Rastatt. Sie bereiten sich in vielen Stunden vor auf ihre spätere aktive Zeit, gestalten gemeinsam mit ihren engagierten Jugendleitern und -betreuern sinnvolle Freizeitbeschäftigung, unternehmen gemeinsam Fahrradtouren, Zeltlager, beteiligen sich an Leistungswettkämpfen, setzen sich in ihrem sozialen Umfeld ein und sind auch oftmals politisch aktiv. In den 50 Jahren des Bestehens der Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt konnten mittlerweile über 2.200 junge Floriansjünger, rund 70 Prozent der Aktiven, in die aktiven Einsatzmannschaften ihrer Gemeindewehren übernommen werden.

Die erste Jugendfeuerwehr in Deutschland wurde bereits im Jahre 1885 auf Föhr gegründet, doch im Landkreis Rastatt sollte es noch lange dauern, bis die Einsicht für deren Notwendigkeit bei politischen Vertretern und gestandenen Feuerwehrkameraden eintrat. Die Jugendfeuerwehr Rastatt war die erste, die am 1. Mai 1961 vom damaligen Kreisbrandmeister Julius Greiser ins Leben gerufen wurde. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt den zahlreichen Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren, die sich immer wieder bei der Feuerwache Rastatt rumtrieben und mit Eifer dabei sein wollten. Kurz darauf wurden weitere Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt gegründet, die sich 1964 zur Kreisjugendfeuerwehr Rastatt zusammengeschlossen haben. Richard Riemer, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt, organisierte das erste Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager mit 50 Jugendlichen in Bermersbach.

„Beim Essenfassen im ersten Zeltlager wollten meine Feuerwehr-Kameraden, die als Betreuer dabei waren, noch dass die rund 100 Buben im Gleichschritt Marsch antraten“, erinnert sich Hans-Martin Gäng. Gäng war einer der ersten Pioniere der Kreisjugendfeuerwehr des Landkreises Rastatt. „Ich tingelte über die Dörfer, lud mich selbst zu Generalversammlungen der Feuerwehren ein und warb für die Jugendfeuerwehr. Oftmals musste ich hören, ‚was für ein Quatsch und Firlefanz, wir sind doch kein Kindergarten’, aber es gab auch Kameraden wie Oskar Stahlberger, Ernst Brude, Bertold Gress, Richard Riemer, Erich Riedinger und einige Bürgermeister, die mich unterstützt haben“, erzählt der heute 69-jährige Gäng.

„Am Anfang war die Jugendfeuerwehr noch in keiner Weise organisiert und hatte auch keine einheitliche Kleidung, weswegen man uns die Leistungsspange nicht abnehmen wollte“, erzählt der 80-jährige Erich Riedinger aus Ebersteinburg, der von 1968 bis zur Gemeindereform im Jahre 1972 Kreisjugendfeuerwehrwart im alten Landkreis Rastatt war. „Es gab am Anfang keinerlei Geld für die Jugendfeuerwehren, nicht mal Uniformen gab es. Die ersten Uniformen für die Buben haben unsere Feuerwehrfrauen selbst geschneidert, und auf den ersten Zeltlagern haben auch unsere Frauen kräftig mit angepackt und das Essen für die Jugendlichen gekocht“, bemerkt der ehemalige Kreisbrandmeister Oskar Stahlberger, einer der Wegbereiter für die Jugendfeuerwehren im Landkreis Rastatt.